bschlussgutachten zur Gefährdungsabschätzung zum Schießstand Waakhausen

bschlussgutachten zur Gefährdungsabschätzung zum Schießstand Waakhausen

Abschlussgutachten zur Gefährdungsabschätzung zum Schießstand Waakhausen

Das seit Langem erwartete Abschlussgutachten zur Gefährdungsabschätzung zum Schießstand Waakhausen/Worpswede wurde am 26.2.2021 veröffentlicht.

Die auf über 150 Seiten aufgelisteten Kontaminationen belegen eine hoch toxische Verseuchung. Die Gutachter schlagen sogar dringend vor, das Gebiet mit einem Zaun zu umgeben, damit Kinder sich nicht vergiften – Schilder reichen laut Gutachten nicht!

Alle Bereiche des Schließplatzes zeichnen sich durch hohe Kontaminationswerte aus. Die Böden sind bis in große Tiefen mit Blei verunreinigt. Jetzt wird deutlich, dass nicht nur die Hauptdispositionsfläche der Bleischrote mit 20.000 qm, sondern nunmehr 220.000 qm durch Blei verseucht sind. Es ist damit zu rechnen, dass bei einer erneuten Sanierung nicht 6.000 Kubikmeter, sondern mehr als 60.000 Kubikmeter verseuchter Erde entsorgt werden müssen, also das 10fache der letzten Sanierung.

Das bleigesättigte Oberflächenwasser hat nun massiv das Grundwasser verunreinigt.

Die Gutachter stellen damit fest, dass bereits die Trennschichten zum Grundwasser zerstört sind. Es ergeht die Warnung an die Landwirte, aus den umlaufenden Gräben kein Wasser für ihre Viehtränken zu entnehmen. Diese Warnung gilt auch für die Jäger, die das Revier um den Schießstand bewirtschaften, da insbesondere Wildtiere die mit Schadstoffen angereicherten Pflanzen aufnehmen und somit ein entsprechender Schadstofftransfer über die Nahrungskette an den Menschen erfolgt.

Sie regen weiter an, noch weitere Gebiete um den Schießstand herum öko-toxisch zu untersuchen.

Als ein Mitglied der GRÜNEN im November 2018 durch Zufall den Platz betrat, stand er auf einer großen Moorfläche, die massiv und gut sichtbar mit Bleikugeln verunreinigt war.

Keiner der Anwesenden hatte diesen Umstand als besorgniserregend betrachtet. Wir GRÜNEN haben uns daraufhin, wie auch die BI-Naturschutz Worpswede – trotz vielfältiger Widerstände – bemüht, die Umweltsituation und wie es sich heute zeigt, den Umweltskandal aufzuklären. Im Dezember 2018 wurden von uns erste Daten zu der unhaltbaren Umweltsituation veröffentlicht.

Noch im Dezember des letzten Jahres haben wir darauf hingewiesen, dass der hochtoxische Sanierungsaltwall nach 10 Jahren bereits um mehr als einen Meter abgesackt ist. Es wurde in diesem Zusammenhang konstatiert, dass die Sicherungsfolien, bestehend aus 2 mm-Kunststoffbahnen, eine solche Versetzung auf

Dauer nicht aushalten werden. Nun kommen die Gutachter zu der Feststellung, dass dieser Sicherungswall entsorgt bzw. gesichert werden muss.

Nun wird klar und zweifellos gutachterlich festgestellt, dass der Schießstand umfassend saniert werden muss.

Wir GRÜNEN haben uns im Kreistag für die Erstellung des Gutachtens eingesetzt und es ist uns gelungen die notwendige Mehrheit für das Gutachten zu erreichen.

Wir fordern, dass von Seiten der Behörden umgehend ein Sanierungsplan erstellt und möglichst rasch eine Sanierung in Angriff genommen wird.

Vorwegnehmend muss verfügt werden, dass:

  • schnellstmöglich der Platz mit einem Sicherheitszaun umgeben wird
  • die hochtoxische Flüssigkeit aus dem Sanierungswall ausgepumpt und einer
  • ordentlichen Entsorgung zugeführt wird
  • für die noch nicht untersuchten Flächen ebenfalls eine Gefährdungsanalyse erstellt wird.
  • Ein Sanierungsgutachten in Auftrag gegeben wird

Politik und Verwaltung auf allen Ebenen sollte dabei kontrollieren, dass nunmehr allumfassend die Umweltbelastungen, die vom ehemaligen Schießplatz ausgehen behoben bzw. deutlich gemindert werden

Wir GRÜNEN fordern einen klaren Plan zur weiteren Nutzung und die unverzügliche Sicherung des Geländes.

Die Abarbeitung der eklatanten Zustände muss mit maximaler Transparenz für alle Bürger*innen weiterhin zeitnah erfolgen.

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